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Könige von Deutschland - Was lange währt wird endlich gut


Nachdem Pulse zweimal knapp nur den German 2nd holen konnte, haben sie die wichtigste Instanz am wichtigsten Boss eindeutig gewonnen. Dieser letzte Teil des Contents hat gezeigt, dass es nicht nur auf spielerischen Skill und gute Taktiken ankommt: Als mindestens genauso wichtig - wenn nicht noch wichtiger - hat sich Teamgeist und Durchhaltevermögen erwiesen.

Wir haben zwar keinen Kaiser, aber Pulse hat sich mit einer dermaßen guten Leistung (3 Tage Vorsprung auf genuine) durchaus den Titel “Könige von Deutschland” verdient.

Im Interview beantworten uns Rusty (Gildenmeister, Schutz-Krieger), Porki (Offizier, Feuer-Magier), Debic (Heilig-Paladin), Livedili (Schutz-Krieger) und Nesla (Nebelwirker-Mönch) unsere Fragen! Die Jungs haben übrigens auch Facebook und Youtube.

Wie fühlt ihr euch als eine der besten internationalen Gilden und besten deutschen Gilde in dieser Instanz?

Rusty: Wir sind alle sehr erleichtert, dass wir die Ziele, die wir uns vor dem Start des Addons gesetzt haben, erfüllen konnten und sind froh, dass wir durch unsere kontant gute Leistung und Zusammenhalt in der Gilde am Ende auch in Deutschland dafür belohnt wurden. Wir sind uns aber auch natürlich bewusst, dass weltweit natürlich noch Luft nach oben ist, frei nach dem Motto: mess with the best!

Debic: Es ist ein gutes Gefühl! Nachdem wir die letzten zwei Instanzen "nur" mit Rang 2 in Deutschland abschließen konnten, haben wir uns diesmal Platz 1 gesichert. Wir sind stolz auf unsere konstant gute Leistung, Teamplay und Zusammenhalt und am Ende wurde es mit einem German First belohnt.

Livedili: Fühlt sich toll an! Ne, Spaß beiseite. Ich sehe die Sache als eine große Teamleistung und unser Team hat sich einfach super geschlagen in dieser Instanz und dass ich seit Gründung ein aktiver Teil bin, ist natürlich klasse. Für mich persönlich ändert sich aber nichts, ob ich nun World 8, 1, 10 oder 100 bin - für mich selbst zählt einfach nur der Spaß mit den Leuten und den habe ich hier. Der Erfolg ist dabei das Tüpfelchen auf dem i.

Die letzten beiden Male lief es ja nicht ganz so rund, dieses Mal habt ihr euch den Sieg gesichert - noch dazu in der wohl härtesten Instanz seit langem. Wie habt ihr das geschafft?

Rusty: Wir haben uns in der finalen Instanz weltweit lediglich um einen Platz verbessert (#9/#9/#8). Es war in meinen Augen in keiner der drei Instanzen ein schlechtes Ergebnis. Aus deutscher Sicht war es natürlich ärgerlich, dass wir den ersten Platz beide Male um wenige Stunden verpasst haben, aber man kann und muss nicht immer die Nummer 1 sein. Der Spaß am Spiel und der Zusammenhalt in einer Gilde ist das wichtigste, und der ist bei Pulse gegeben und ein Grund dafür, wieso wir auch nach Rückschlägen, sofern man es in diesem Fall überhaupt so nennen kann, nicht aufgeben.

Debic: In den ersten beiden Instanzen hatten wir durch "Nichtnutzung von Bugs" einen großen Nachteil und haben somit die German Firsts leider um 4 Stunden jeweils verpasst. Für Terasse haben wir viele neue gute Leute bekommen, die sich sofort in die Gilde und das Raidgeschehen integriert haben.

Livedili: Wie oben bereits erwähnt, sind wir ein Team. Und für das Team gibt man immer alles, vor allem, wenn man hinter der Gilde und den Leuten steht. Rückschläge muss man auch im Spiel hinnehmen können und davon wird es in einer so schnelllebigen und schnell ändernden Spielwelt mit so viel Konkurrenz immer geben, weswegen man sich nach einem oder zwei Patzern nicht hängen lassen darf. Natürlich war ich ein wenig sad als wir in Mogu'shan und Heart of Fear nur #2 in Deutschland waren, allerdings wussten wir, woran das lag und haben uns einfach konsequent verbessert - und darüber hinaus haben wir tolle neue Leute bekommen, die unser bisheriges Roster perfekt ergänzt haben.

Euer Kader ist ziemlich groß. Hat euch das geholfen, dass ihr mit dem Setup experimentieren konntet?

Rusty: Natürlich, es hat uns bei einigen Bossen sehr geholfen. Wir haben in den sechs (?) Monaten zwischen Dragon Soul und dem Addon sehr viel Zeit damit verbracht, unser Roster zu optimieren und es ist ein beruhigendes Gefühl, bei jedem Boss die mit Abstand stärksten Klassen mitnehmen zu können.

Debic: Da unser Line-Up oft schon im Laufe der ersten Trys fest steht, müssen wir meist nur auf wenigen Slots rotieren. Das Gefühl eines großen Raidkaders, der sich zeitglich noch so gut untereinander versteht ist jedoch unbezahlbar und ich bin froh, dass wir die Möglichkeiten haben unser Setup bestens an die Bosse anzupassen und rotieren zu können zwischen Spielern die allesamt auf gleichem Niveau spielen.

Nesla: Ja, es hat sehr geholfen. Blizzard hatte zwar vor einiger Zeit mal versprochen, Classstacking irrelevant zu machen, aber wie man bei Bossen wie Sha of Fear sieht, gelingt ihnen das nur äußerst mäßig.

Nach dem Herz der Angst ist die deutsche Raidszene in sich zusammengefallen. Was haltet ihr von der Situation, wie steht ihr dazu?

Rusty: Es war abzusehen und nur eine Frage der Zeit. Diese Gilden waren lediglich Zweckgemeinschaften und Zweckgemeinschaften neigen dazu, sich in schweren Zeiten aufzulösen.

Porki: Ich denke einige Leute haben sich mit ihren Projekten übernommen wiederum andere haben wohl auf falsche Leute gesetzt.

Debic: Es ist Schade, dass sich so viele Hardcore Gilden aufgelöst haben. Konkurrenz belebt das Geschäft. Leider gibt es unter den deutschen Gilden viel Geflame und Missgunst. Man sollte sich respektieren und untereinander kommunizieren, damit in gewisser Zukunft vielleicht Absprachen getroffen werden können.

Livedili: Ich sehe die Sache ganz pragmatisch und muss sagen, dass ich die deutsche Raidszene für erbärmlich halte. Nicht uns, nicht Genuine, aber so gewisse Gilden, die in der Vergangenheit eher damit auf sich aufmerksam machten, andere Gilden zu diffarmieren - und das nicht nur intern. Es ist einfach eine Schande, wenn man den deutschen und amerikanischen Gildenvergleich zieht und dann feststellt, dass Gilden wie Blood Legion nach dem Sha-Kill direkt Midwinter und Konsorten helfen, weil sie die amerikanische Flagge hochhalten und mehr Ami-Gilden in den Top 10-20 sehen wollen. Sowas wird es hierzulande nicht geben, weil alle Gilden viel zu sehr aufs eigene Ego achten und intern hoffen, dass sich die Konkurrenz selbst auslöscht.

Nesla: Ich finde es sehr schade dass so viele deutsche Gilden "verfrüht" aufgegeben haben. Mit verfrüht meine ich ohne den aktuellen Content abzuwarten. Die Auflösung einer Gilde sollte immer das letzte Mittel sein und eine schlechte Phase hat bestimmt schon jede Gilde durchgemacht. Wie diese Situationen hergeführt worden sind ist nur schwer zu beurteilen. Manche haben bestimmt auf die falschen Leute gesetzt, andere haben bestimmt auch Pech gehabt. Was mich aber hauptsächlich überrascht hat ist, dass das Gildensterben nicht wie üblich im Sommer, sondern im Winter stattfand.

Konntet ihr in irgendeiner Form davon profitieren?

Rusty: Durch die Auflösung von WSS konnten wir acht sehr gute Spieler bekommen, die beim Sha of Fear auch gleich zum Einsatz kamen. Ob es am Ende auch vom Rang einen Unterschied gemacht hat, lässt sich nur schwer beurteilen, aber ich denke nicht.

Debic: Ja, wir haben viele neue Leute bekommen, die wir auch für den Sha-Progress einsetzen konnten. Weltrangtechnisch hat das für uns keinen Unterschied gemacht.

Livedili: Durch den Zerfall von Why so serious haben wir einige wirklich gute Spieler bekommen, die wir beim Sha of Fear gleich eingesetzt haben - profitiert haben wir in gewisser Weise schon. Ob es vom Ranking einen Unterschied gemacht hätte, wenn Gilden wie Why Me oder WSS nicht zerfallen hätte? Mh, kann ich ehrlich gesagt kaum beurteilen.

Was denkt ihr müsste passieren, damit deutsche Gilden in Zukunft noch besser abschneiden können?

Rusty: Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Denkweise etwas altmodisch bin, aber meiner Meinung nach braucht eine Topgilde Zeit, sich zu entwickeln. Alle Gilden, die zur Zeit an der Weltspitze stehen, gibt es schon seit einigen Jahren und haben einen etablierten festen Kern von 10-15 Spielern. Eine Topgilde entsteht nicht von heute auf morgen (siehe Why Me). For the Horde gab es auch schon seit einigen Jahren zu ihren größten Erfolgen.

Porki: Ich finde wir Deutschen sind schon ganz gut dabei. Trotzalledem denke ich das noch viel zu sehr auf Namen und alte Erfolge gesetzt wird. Es sollten neue Projekte mit neuen engagierten Spielern gegründet werden und nicht krankhaft versucht werden Namen wie zuletzt For the Horde am Leben zu halten. Selbst Pulse ist eine junge dynamische Gruppe aus zwei Gilden die vorher vermutlich niemand gekannt hat: Synced und Hope n Despair. Wir konnten uns von Content zu Content unsere Leistung steigern und stehen nun in den Top 10 Weltweit.

Debic: Eine große Problematik stellt oft die Mentalität einzelner Spieler dar. Wo es früher noch eine Ehre war in einer namhaften Raidgilde aufgenommen zu werden, in der man sich eingelebt hat und "Freunde" fand, besteht heute meist eine sehr geringe Hemmschwelle zur nächst "besseren" Raidgilde zu wechseln noch bevor man sich in einer Gemeinschaft eingelebt hat. Das ist meiner Meinung nach darauf zurückzuführen, dass viele Gilden jedem potentiell guten Spieler eine Chance geben sich zu beweisen. Dadurch ist es möglich auf konstant hohem Niveau zu raiden, ohne lange in einer Raidgilde bleiben zu müssen. Dies beantwortet die Frage nicht direkt, es ist jedoch meiner Ansicht nach der Grund, dass Raidgilden Schwierigkeiten haben auf konstant gutem Niveau zu raiden.

Nesla: Ich setzte dabei auf des Sprichwort: Konkurrenz belebt das Geschäft. Durch das Verschwinden von einigen ehemals großen Gilden wie For the Horde und Why me wird Platz für neue Gilden am Progresshimmel geschaffen und ich hoffe wir können bald einige aufrückende deutsche Gilden unter der ersten 20 Gilden weltweit begrüßen.

Könnt ihr beschreiben was ihr auf den letzten paar Millionen HP gefühlt habt, als der Kill unvermeidbar schien und der Boss dann endlich fiel?

Rusty: Ich musste darüber nachdenken, wer eine Stunde später in der NBA spielt. Eine Woche ohne ein Spiel, harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen! Auf der anderen Seite natürlich die pure Erleichterung und für alle die Bestätigung für die harte Arbeit in den vergangenen Wochen.

Debic: Die letzten Millionen eines Endbosses sind immer die Besten. Jeder wird nervös, zehn Leute machen panische Ansagen durch das Voice und die letzten zwei Prozente werden einfach nur vor Freude geschrien.Jeder weiß, dass der Boss nun sterben wird und lässt somit die ganze Erleichterung raus. Das ist ein geiles Gefühl.

Livedili: Einfach nur eine riesige Erleichterung. Der Sha ist einfach ein seelenverschlingendes Monster, das mich viele Nerven gekostet hat und als er dann endlich gefallen ist, war die ganze Last von so vielen Wochen des ganzen Progress weg. Mein erster Gedanke war: "Endlich wieder RL!".

Wie kam der Kill schlussendlich zustande? War es ein langsames verbessern von Try zu Try, habt ihr am Schluss nur noch auf den einen Try gewartet oder war es ein Kill von der Sorte bei dem plötzlich jeder über sich heraus wuchs?

Rusty: Am Anfang sah es in der zweiten Phase ziemlich aussichtslos aus. Nach zwei Tagen an dem Boss haben wir dann endlich eine passende Taktik für die zweite Phase herausgefunden. Von dem Punkt an war es dann eine konstante Verbesserung und Optimierung der Taktik. Nach dem ID-Reset konnten wir am Mittwoch noch ein mal komplett alle Instanzen mit zwei Gruppen abfarmen und am Donnerstag war es dann nach einigen knappen Wipes nur noch eine Frage der Zeit, bis wir den Boss über 20 Minuten perfekt runterspielen konnten.

Porki: Am jedem Tag an dem wir geprogressed haben sind wir weiter gekommen. Als wir dann endlich soweit waren das wir relativ konstant in die letzte Phase kamen konnten wir dort eine ständige Verbesserung sehen. Wir mussten ausprobieren welche Klasse und vorallem wieviele Leute wir auf die Adds einteilen damit diese rechtzeitig fallen. Als wir das raushatten war es nach dem Loot Push am Mittwoch ein leichtes den Boss zu besiegen.

Wie sah euer Tagesablauf während dem Progress aus?

Rusty: Anders als in den zwei vorherigen Instanzen konnten wir in der finalen Instanz täglich erst um 17.00 Uhr anfangen und dadurch hatte kaum jemand größere Einschränkungen im RL.

Porki: Aufstehen -> Arbeiten -> Heim -> PC anschalten -> Raiden -> Schlafen -> Aufstehen!

Debic: Anders als in den zwei vorherigen Instanzen konnten wir unter der Woche meistens erst um 17 Uhr starten. Am Wochenende gingen die Raids um 11 Uhr los, dann auch mal bis 2 Uhr nachts. Dazwischen wurden immer zwei feste Essens/Entspannungspausen eingehalten.

Livedili: Ziemlich krass, ehrlich gesagt. Wenn wir einen Raid um 10 oder 11 Uhr gestartet haben, schaute ich immer zu, dass ich meine 8 Uhr-Vorlesungen an der Uni noch besuchen konnte. Die Nächte waren also entsprechend lang, der Schlaf sehr kurz - da haben mir die kleinen Pausen zwischen den Instanzen sehr gut getan.

Nesla: Sehr unterschiedlich ehrlich gesagt. Gerade die ersten Tage nach der Öffnung des Hardmodes war der Raidplan schon sehr straff, aber wir waren alle heiss auf die Bosse und konnten uns auch an stressigen Tagen motivieren RL und Raid unter einen Hut zu bringen.

Allgemein gesprochen: Seid ihr glücklich mit diesem Teil des T14-Progresses?

Rusty: Die Bosse haben mir vom Design alle sehr gut gefallen! Lei Shi war leider viel zu einfach und keine große Herausforderung. Selbst der Endboss, der aufgrund seiner 1.6 Mrd. HP oft kritisiert wird, hat mir gut gefallen. Eine Gilde muss auch dazu in der Lage sein, einen Boss 25 Minuten hochkonzentriert runter zu spielen.

Debic: Die ersten beiden Bosse der Terasse waren sehr gut getuned und haben wirklich Spaß gemacht. Lei Shi hingegen war einfach nur zu leicht und keine großartige Herausforderung. Das Sha der Angst hätte mir besser gefallen, wenn die Kampfdauer halbiert und die Schwierigkeit verdoppelt worden wäre. Insgesamt betrachtet hätte ich mir gewünscht, dass es länger als eine Woche dauert die Instanz zu clearen.

Nesla: Am besten fand ich mit Abstand den Heart of Fear Progress. Schon allein der erste Boss wird mir lang in Erinnerung bleiben. Wären die Bosse zwischen den ersten und dem letzten Boss besser getuned gewesen und einige Exploits (bereits in der Beta bekannt) gefixed gewesen wäre diese Instanz mit Sicherheit für lange Zeit mein Favorit gewesen. In der Terrasse fand ich besonders Tsulong gut, da es mal etwas anderes für Heiler ist, als nur schnell zu dispellen oder den Raid zu heilen. Sha of Fear sah vorallem am Anfang sehr schwer aus, aber sobald wir kapiert hatten wie die Plattformen zu händeln waren und die Explosionen beim Boss zu vermeiden waren wurde er schon viel einfacher, gerade weil Phase 2 eigentlich nur ein DPS-race war.

Was ist mit T14 insgesamt?

Rusty: Ein großartiges Tier! Es gab viele abwechslungsreiche Bosse und viele neue noch nie dagewesene Bossmechaniken. Durch die verzögerten Öffnungen der Instanzen in meinen Augen auch einfach perfekt getuned.

Debic: Ich hätte mir gewünscht, dass die Instanzen nicht allesamt nach einer Woche clear sind. Jeden Boss im einzelnen betrachtet hat mir dieser Content jedoch gefallen und ich hatte nie das Gefühl von Langeweile durch schlechtes Boss-Design oder unfaires Tuning.

Nesla: Insgesamt ein sehr gelungener Content wie ich finde. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob ich das Gating-System wirklich dem T11-Content System vorziehen würde. Gerade die Vorbereitungen für den neuen Hardmode war schon sehr nervig. Besonders das Daily-Farmen ist absolut nicht mein Ding.

Was war das schwerste am Sha und was hat am meisten Spaß gemacht?

Rusty: Aus Tank-Sicht nicht der aufregendste Kampf, was sicher auch daran liegt, dass wir den Boss mit drei Kriegern gespielt haben und der Krieger bei dem Kampf mit zu der stärksten Tank-Klasse gehört. Am meisten Spaß gemacht hat das Aufsammeln der Orbs in P1.

Debic: Das schwerste bei Sha war eine gute Einteilung zu haben für die Adds in P2. Sie mussten durch den Boss gekitet werden wegen Cleavedamage und durften nicht zu früh bzw. zu spät sterben. 22 Minuten fehlerlos spielen macht den Kampf auch zu einer Herausforderung. Das spaßigste an Sha war, dass nach jedem P2 Wipe seine Beruf-Cooldowns resettet wurden.

Livedili: Für mich als Tank war beim Sha ehrlich gesagt nichts schwer, weil der Kriegertank per se einfach zu stark für den Boss ist. Ich denke, die Schwierigkeit des Encounters ist einfach nur das richtige Handling der Addwellen in Phase 2, sodass genug Schaden auf die Viecher kommt, der Boss aber auch irgendwann mal Lebenspunkte verliert - und das am Besten die ganze Zeit und dabei so viel wie möglich. Am meisten Spaß hat mir persönlich das Orb-Aufsammeln in Phase 1 gemacht, war mal was anderes. Phase 2 war einfach dumm. 3er Attack = Shield Block /lol, 6er Attack = Schildwall + Block + Barrier oder für die ganz harten Demoshout + Block + Barrier und grundsätzlich 0 Schaden bekommen.

Wo liegt die größte Schwierigkeit beim Sha: Eine gute Taktik, RNG, Spielerskill...?

Rusty: Eine gute Einteilung für die Gegnerwellen in P2 und über 20 Minuten pure Konzentration.

Porki: Eine gute Taktik ist natürlich immer der Schlüssel zum Sieg ebenso wie der spielerische Skill. Rng gab es hier nicht wirklich. Das wohl schlimmste an diesem Encounter ist über 20 Minuten + bei vollster Konzentration keinen Fehler zu machen.

Nesla: Ich denke die größte Schwierigkeit beim Sha ist es die Konzentration über eine so lange Zeit konstant hoch zu halten.

Wie sieht die Twinksituation aus, muss man stacken wie in DS (insbesondere Spine)?

Rusty: Nein, man musste in diesem Tier nicht in diesem Ausmaß stacken. Natürlich waren bestimmte Klassen bei Boss XY besser wie andere Klassen, aber das konnten wir durch unseren großen Raidkader gut auffangen. Twinks wurden bei uns zwischen den Instanzen nur benötigt, um mit mehreren Gruppen mehr Loot für den Raidkader rauszuholen.

Porki: Ich würde nicht behaupten dass man stacken MUSS, es erleichtert jedoch einiges. In diesem Content haben wir unsere Twinks aber nur dazu gebraucht um in den Normal Mode ID's so viele Gruppen wie möglich in die Instanzen zu schicken um maximalen Loot rauszuschlagen.

Nesla: Richtig stacken musste man nicht, aber ein Raidsetup mit vielen Magiern und Druiden/Palas/Schamanen/Heilig-Priestern war schon sinnvoll.

Was war der seltsamste/komischste Moment im Raid?

Rusty: Ich fand es in dem Moment gar nicht komisch, aber bei gefühlt jedem zweiten Try beim Sha of Fear schrie einer im Kampf nach einem Rep-Bot.

Porki: Als wir Tsulong im Heroischen Modus gepullt hatten und er einfach nicht in seiner gewohnten Phase gestartet ist. Er stand einfach da hat auf den Tank geschlagen und wir konnten ihn runter hauen. Alle freuten sich schon auf einen "schnellen" Kill und niemand hatte Skrupel ihn so zu killen nachdem einige Gilden vor uns schon ganz andere Exploits genutzt hatten. Leider blieb er bei 0% HP stehen und war nicht tötbar :D

Debic: In jedem 10. Sha-Try wollte jemand Infight einen Rep-Bot.

Livedili: Einen (oder zwei) Tries vorm Sha-Kill wurde nach dem Pull mein Gear rot. Mein "ich brauch einen Repbot" wurde zuerst ignoriert. Als ich sagte "Ernsthaft jetzt, stellt mir nen Bot" kam dann auch einer. Mitsamt Gelächter und dem Kommentar "hoffentlich killen wir den jetzt" und "Skillcapped play". :D

Nesla: Nach ein paar guten Trys bei Lei Shi wurden wir aufgefordert gegen Ende des Kampfes ruhig zu bleiben und den Trashtalk einzustellen. Ab da verweise ich auf unser Lei Shi Killvideo in dem Stuart bei 20% ausführlich schildert wie er seinen Pot verhauen hat.

Was war der größte Aufreger im Raid?

Rusty: Ein Serverabsturz bei einem perfekt runtergespielten 10% Will of the Emporer Try.

Porki: Davon gab es zuviele!

Debic: In Mogu'shan hatten wir einen perfekten 10% Try bei Will of the Emporer. Dieser wurde beendet durch das Abstürzen des Servers.

Livedili: Nicht direkt in Terrace, aber in Heart of Fear bei Shek'zeer, wo sich Stuart und ich in die Haare bekommen haben, nachdem ich an den Adds im Schildwall gestorben bin. Gab ne etwas lautstarke Diskussion. Einen Tag später war aber wieder alles coolio zwischen uns! Team, und so!

Habt ihr sonstige interessante Geschichten rund um den Progress?

Rusty: Nachdem wir ohne Ausnahme alle Bosse legit gelegt und vier der sieben Gilden vor uns Tsulong exploitet hatten und der Boss in einem Try dann bei uns nicht in die Tagphase wechselte, wollten wir ihn einfach umhauen, blieb aber leider bei 0% einfach stehen; zu dumm zum exploiten, nie wieder!

Porki: Louey könnte euch da sicher einiges erzählen, an mir bleibt davon immer nicht viel hängen :P

Debic: Als Tsulong weder in die Tages, noch in die Nachtphase ging - wir ihn auf 1% runter nuken konnten und er einfach nicht sterben wollte *g*.

Livedili: Tsulong von 20 bis 70 Prozent in einer Phase zu heilen und dann trotzdem noch zu wipen.

Gefällt euch die Schwierigkeit der Instanz bzw. vom Sha?

Rusty: Wenn man bedenkt, dass es vor der Instanz bereits zwei Instanzen gab, bin ich mit dem Tuning äußerst zufrieden. Beim Endboss bin ich der Meinung, dass eine Gilde auch dazu in der Lage sein muss, einen Boss über 20 Minuten hochkonzentriert runterzuspielen, aus dem Gesichtspunkt perfekt getuned.

Livedili: Protectors of the Endless sind richtig gut getuned, der Rest ist entweder zu einfach oder definiert sich - wie der Sha - über eine schier endlose Menge an HP. Gerade vom Endboss erwarte ich mehr als nur 2 billige und repetitive Phasen und eine zehnstellige HP-Zahl.

Nesla: Die Schwierigkeit der Instanz ist gut, die vom Sha hängt einfach zu stark von Gear ab.

Welche Klassen sind eurer Meinung am stärksten im Moment?

Rusty: Bei den DD's Magier und Hexenmeister, bei den Heilern der Priester (bis 5.1 die Monks) und bei den Tanks Krieger und Paladin.

Debic: Aus Heilersicht ist es ganz klar der Disziplin-Priester. Nachdem der HealMonk nun mit 5.1 generft wurde, ist der Priester ganz klar an der Spitze. Aus Damagedealersicht sind Krieger bei langen Executephasen ziemlich gut, ansonsten scheint alles ziemlich balanced zu sein.

Livedili: Die neue Heldenklasse Warlock. In. Jedem. Specc. Was sich Blizzard bei der Klasse gedacht hat, ist mir einfach unbegreiflich. Ansonsten sind Dps-Krieger ziemlich gut dabei und Dps-Monks (singletarget) gehen ebenfalls gut ab. Insgesamt, abgesehen von der Heldenklasse, sind die Speccs aber im PvE ganz gut ausbalanciert.

Was haltet ihr allgemein von MoP? Das beste und das schlechteste der Erweiterung?

Rusty: Mists of Pandaria ist meiner Meinung nach das beste Addon überhaupt. Es gibt unzählige neue Features, mehr Content als in einigen anderen Addons zusammen. Das einzige, was mich persönlich stört aus der Sicht eines Hardcore-Raiders, es ist einfach viel zu viel! :D

Debic: Mist of Pandaria ist eine sehr gute Erweiterung. Die Boss-Mechaniken gefallen mir und auch das Aussehen der Raid-Instanzen ist sehr gut gelungen. Ausserdem hat man neben den Raids wieder einiges zu tun, seien es Pet-Battles, Challenge Modes oder die vielen neuen Achievments. Dass man "gezwungen" ist sein Valor-Points Cap jede Woche voll zu farmen um die einzelnen Equipteile aufzuwerten finde ich nicht so gut. Das Equipfarmen sollte mit dem Looten des jeweiligen Items abgeschlossen sein.

Livedili: Mists of Pandaria ist ein richtig gutes Addon. Die meisten weinen zwar rum wegen der ganzen Daily Quests, aber mal ehrlich: War es wirklich so viel toller brainafk in die Inis zu gehen mit dem Ruf-Tabard und nach 2 Tagen nie wieder irgendwas zu machen außer Mittwochs zum Raid einloggen? Das ist meiner Meinung nach einfach langweilig. Selbst meine Aktivität im Spiel sank auf ein absolutes Minimum in Wotlk und Cataclysm, weil es nach den Raids und Ruffraktionen überhaupt nichts mehr zu tun gab. Deswegen erinnert mich Mists derzeit auch sehr viel mehr an das tolle The Burning Crusade, wo ich im Prinzip immer was tun konnte. Sei es Halaa gewesen oder heutzutage irgendwelche lustigen Open-PvP-Scharmützel bei den Krasarang-Daily Quests. Pet Battles, Brawler's Guild (ich mag nen Invite haben, bitte :( ), ein riesiger Haufen an Achievements, zahlreiche versteckte Goodies (Alani, Schätze, etc.), Challenge Modes und so weiter und so fort. Blizzard hat uns Spielern in inzwischen acht Jahren WoW nie so viele Möglichkeiten gegeben, den Tag oder von mir aus auch Abend zu verbringen, wenn man gerade im RL nix zu tun hat. Ich finds klasse.

Das Beste an MoP ist für mich persönlich, neben den Raids, das Pet Battle Feature. Ich liebe Pokémon und deswegen auch Pet Battles. Am schlechtesten finde ich derzeit das PvP. Skillfreie Oneshot-Makros (ja, sie haben mich auch beim Krieger genervt), CC-Spam, Burst der trotz 60% Resilience ausreicht, um dich in 2 Globals zu zerfetzen - japp, PvP ist fast gelungen. Es fühlt sich einfach an wie die letzte Wotlk-Season mit dem Unterschied, dass jeder quasi Shadowmourne trägt und 100% Armorpen besitzt.

Nesla: Im Großen und Ganzen ein gutes Addon, aber die sich ständig wiederholenden Aspekte des Spiels nerven auf Dauer etwas. Man sollte eine Alternative haben die Lesser Charms zu farmen als Dailyquests.

Wie sehen eure Pläne für die unmittelbare Zukunft aus?

Rusty: Die Gilde optimal für 5.2 auszurüsten und unser Roster weiter optimieren, um mit 5.2 weiter an der Weltspitze angreifen zu können. Für die Community sind zahlreiche Projekte mit unserem Partner vanion.eu geplant, dazu wird es einige Gewinnspiele geben, seid gespannt!

Porki: Erst einmal entspannen und gemütlich abfarmen und den Raid für den kommenden Content equippen. Alles weitere werdet ihr sicher in naher Zukunft erfahren :)

Debic: Erstmal die Freizeit genießen, die Instanzen abfarmen und auf neuen Content warten.

Livedili: Real life! LOL. Und Uni.

Nesla: Chillen, Reallife, Weihnachten!

Wie würdet ihr Terrase und Sha im Vergleich mit allen vergangenen Raids einstufen?

Rusty: Müsste ich eine Schulnote vergeben, würde ich der Instanz von der Schwierigkeit und dem Design der Bosse ausgehend eine 2 geben.

Livedili: Shek'Zeer ist definitiv der bessere Encounter als Sha - aus Tanksicht; meiner Meinung nach. Bei Shek'Zeer gab es ausreichend Abwechslung. Mal durfte ich brainafk von Rusty spotten wenn er 3 Stacks Eyes of the Empress hatte und dann in der zweiten Phase mit 200% Konzentration die Adds überleben und dabei noch massiv Dmg raushauen, während die dritte Phase aufgrund von Calamity (50% HP-Burst) hin und wieder ganz spannend wurde. Vom Art-Design gefällt mir Terrace aber deutlich besser als Heart of Fear. Mogu'shan ist so ein Mittelding. Nicht zu schlecht, aber auch nichts Besonderes.

Nesla: Etwas ideenlos aber auch keine absolute Enttäuschung.



  1. Depression's avatar
    Depression 2012-12-08 12:44:17 UTC — Ein "Top 10" Ranking ist derzeit garnichts mehr wert, vorallem bei welcher Konkurrenz? Vor 3-4 Tiers gab es im Schnitt 20-30 mehr professionelle Raid Gilden. Sein wir realistisch, fast alle guten Gilden in Deutschland sind bereits zerbrochen und die wenigen die es noch gibt, ernähren sich von Abgängen der anderen Top Gilden, die wenigen, die sich dazu entschlossen haben weiter zu spielen.



    Dieses Spiel hat absolut keine Competition mehr. Meine Meinung.